Das erste der „Sakramente des Christwerdens“ ist die Taufe.

Mit der Taufe ist aber auch gleichzeitig ein unsichtbares Geschenk verbunden: Wir erhalten bereits mit der Taufe das Versprechen des ewigen Lebens! Paulus sagt: Wir werden auf den Tod und die Auferstehung Jesu getauft! Das Element Wasser bringt diese doppelte Bedeutung auch zum Ausdruck. So wie das Wasser zum einen Vernichtung bringt (z.B. Tsunami), so kann zum anderen ohne Wasser kein Leben entstehen. Dadurch ist es Symbol für den Tod und die Auferstehung. Deutlich wird diese Symbolik besonders dann, wenn der Täufling nicht nur mit Wasser übergossen wird, sondern ganz untergetaucht wird.
Das griechische Wort für taufen – „baptizein“ – heißt übrigens auf Deutsch „untertauchen“. Die Praxis des Untertauchens ist in der katholischen Kirche nicht mehr so gängig, ist aber, sofern die Möglichkeiten dazu gegeben sind, durchaus möglich und wird auch praktiziert. In anderen christlichen Kirchen ist es zum Tiel sogar Pflicht. Ebenso will die Taufe auch ein Zeichen der Umkehr und der Reinheit sein.
Der Ritus der Taufe ist in den verschiedenen christlichen Kirchen unterschiedlich stark entfaltet. Aber fast überall gilt die dreifaltige Taufformel: Ich taufe dich „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ Deshalb wird die Taufe unter den meisten christlichen Kirchen gegenseitig anerkannt und bei einer eventuellen Konversion nicht wiederholt.
In der katholischen Kirche gehören zum Ritus noch die Chrisam-Salbung, als ein Zeichen für das Heil und die besondere Würde, das Überreichen des Taufkleides, welches den Schutz durch Jesus Christus symbolisiert, die Taufkerze, welche auch an das Licht der Auferstehung erinnert und der Effata-Ritus („Öffne Dich“), bei dem das Kind Kreuzzeichen auf Ohren und Mund erhält, mit der Bitte, Gott möge ihm diese öffnen, dass es die Botschaft Gottes verstehen und bekennen kann.
Die Kindertaufe ist in der katholischen Kirche allgemein üblich. Selbstverständlich können aber auch Jugendliche und Erwachsene getauft werden, hier sollte sie dann nach Möglichkeit mit der Firmung und der Eucharistie verbunden werden.
Der Taufort ist durch das Kirchenrecht festgelegt. Sie soll am Taufbrunnen in einer Pfarrkirche stattfinden. In der Regel spendet ein Priester oder ein Diakon das Sakrament, aber im Fall einer Nottaufe kann dies auch durch einen Laien geschehen, ja ist sogar durch „jeden, von der nötigen Intention geleiteten Menschen“ möglich!
Der ursprünglichste Tauftermin ist die Osternacht, selbstverständlich wird sie aber heute auch in anderen Gottesdiensten oder separaten Tauffeiern gespendet.
Tauftermine in unserer Seelsorgeeinheit
Taufen finden nach vorheriger Absprache samstags um 14.30 Uhr oder sonntags 12.00 Uhr oder innerhalb eines Sonntagsgottesdienstes statt. Termine können im Pfarrbüro angefragt werden.
