Wann die Pfarrei aufgelöst und Schwaningen zugeschlagen wurde, ist (mir) nicht bekannt. In späteren Korrespondenzen im Zuge der Wiedererrichtung der Pfarrei werden die Daten 1590, 1605 und nach dem 30-jährigen Krieg genannt. Erst im Jahr 1727 konnte die Pfarrei wieder neu errichtet werden. Mit 1728 beginnen denn auch die Weizener Kirchenbücher der Eheschließungen und Sterbefälle, während das Geburtenbuch ab 1686 vom ersten Pfarrer Hesler aus den Schwaninger Büchern übernommen wurde. Die Schwaninger Bücher, in denen auch die Weizener verzeichnet waren, begannen 1645 und wurden leider beim Schwaninger Pfarrhausbrand 1911 vernichtet.
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Die Kirchengebäude
Zu Standort und Aussehen der frühen Kirchen im Ort ist nichts bekannt. Sicher stand die Vorgängerkirche spätestens kurz nach 1600, umgeben vom Friedhof, bereits auf dem Platz der heutigen.Die heutige Kirche wurde im Jahr 1838 erbaut. Der erste Gottesdienst war am 21.10.1838, der allgemeinen Kirchweih. Sie war anfangs sehr bescheiden ausgestattet. Um 1860 wird der Konradaltar, um 1871 der Marienaltar angeschafft. Zum Hochaltar kam die Pfarrei erst 1893 durch eine Stiftung von Fräulein Franziska Kirner von Freiburg.
Das heutige Pfarrhaus wurde 1899 erbaut. Der erste darin wohnende Pfarrer Ihring ging auch gleich daran, die Kirche zu renovieren, d. h. hauptsächlich die bisher grau gestrichene Kirche farbig ausmalen zu lassen, neue Fenster aus Antikglas mit farbigem Rand und einer kleinen Rosette in der Wölbung einzusetzen und einen neuen Kreuzweg anzuschaffen. 1911 baute die Fa. Mönch von Überlingen die Orgel. 1923 waren zwei neue Glocken für die seinerzeit zu Kriegszwecken ausgelieferten anzuschaffen, was sich nach dem zweiten Weltkrieg wiederholte.
Der Liturgiereform des zweiten Vatikanischen Konzils und dem Zeitgeschmack wurde die Ausmalung und Ausstattung 1962 geopfert. Die Altäre und die Kommunionbank wurden entfernt (und vernichtet) und die Kirche fast schmucklos weiß gestrichen. Nun hat sie wieder dank einer aufwändigen Renovierung 1992 in etwa die Ausmalung von 1902 und 1904.
Autor: Hans Fischer


