Rückblicke / Berichte

 

Patrozinium Grimmelshofen 2017

Patrozinium in Grimmelshofen wird mit feierlicher Messe und anschließendem Gemeindefest gefeiert / Totengedenken.
 

In Grimmelshofen feierte die katholische Gemeinde das Patrozinium des Heiligen Martin. Zugleich wird nach der Messe an diesem Tag stets der Toten beider Weltkriege gedacht. Zum Mittagessen versammeln sich die Einwohner von Grimmelshofen dann im Gemeindesaal. Nachmittags gabt es einen Lichtbildvortrag, der das Orts- und Vereinsgeschehen des vergangenen Jahres in Erinnerung rief. Der Patroziniumstag ist daher ein ganz besonderer Tag im Jahreskalender des Ortsteils von Stühlingen.

Bruder Stephan Schweitzer aus dem Kapuzinerkloster zelebrierte die Messe. In seiner Predigt stellte er die liturgischen Texte, die Weltgerichtsrede im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums, in den Mittelpunkt. Dort heißt der zentrale Satz, den Jesus ausspricht: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Bruder Stephan übersetzte diese Selbstidentifikation mit den Worten "Wer sich den Armen materiell und seelisch zuwendet, kommt Gott auf die Spur. Und umgekehrt. Wer in Gott eintaucht, taucht neben den Armen wieder auf." Der Heilige Martin sei Paradebeispiel für solches Handeln. Er teilt seinen Mantel mit einem Bettler und tags darauf erscheint ihm Christus im Traum. Das sei seine Bekehrung vom Soldaten zum Christen und zukünftigen Bischof. Der Heilige Martin gilt als volkstümliches Vorbild. Dass dies kein historisches Relikt ist, beglaubigte Bruder Stephan mit dem deutschen Mystiker Meister Eckehart, dem die wichtigste Zeit der gegenwärtige Augenblick, der wichtigste Mensch der unmittelbar Nächste und die wichtigste Tat die Liebe gewesen sei.

Der gemischte Chor Grimmelshofen unter der Leitung von Andreas Heer gestaltete
zusammen mit dem Musikverein Grimmelshofen unter der Leitung von Matthias Kehl
den Gottesdienst. Anika Güntert spielte die Orgel. 
 
Wegen des regnerischen Wetters hielt Paul Martin Müller seine Ansprache zum
Volkstrauertag in der Kirche. Er stellte den Begriff "Vertrauen" ins  Zentrum seiner Rede. Vertrauen gehe in seiner Bedeutung auf "fest",  "beständig", "stark" zurück. Vertrauen sei eine subjektive Überzeugung in Situationen, deren Ausgang offen ist. Er setzte so Vertrauen
gegen die grassierenden Populismen, gegen alternative Fakten, gegen Fake-News
und Lügenpresse und erinnerte an den materiellen Wohlstand der Gegenwart als Faktum. Die Toten beider Weltkriege benannte Paul Martin Müller als Zeichen der Mahnung, dass wir Frieden halten sollen. In einer offenen Zukunft setze er auf das Vertrauen der Menschen. Vertrauen durften die Grimmelshofener, dass es im Gemeindesaal etwas zum Mittagessen gab.
Anschließend informierte Sybille Wissmann-Kehl über die Veränderungen in der
katholischen Pfarrgemeinde in Stühlingen. Gemeindereferentin Katharina Gerth stellte sich vor. In Grimmelshofen selber ist Manuela Woll aus dem Gemeindeteam ausgeschieden. Ersatz wird gewünscht und gesucht. Ralf Burger wird zukünftig den Posten des Lichtbildvorführers von Gerhard Kehl übernehmen. Die Aufgabe des Wortgottesdienstvorbereiters musste Gerhard Kehl aufgrund nachlassender Sehkraft ebenfalls abgeben. Sie ist noch nicht wieder besetzt. Messmerin Petra Senger wird zukünftig anstelle von Elisabeth Held für den Blumenschmuck in der Kirche sorgen. Bernhard Burger informierte über den Förderverein der Sozialstation. Sybille Wissmann-Kehl gab dann den Überblick über die Jahresereignisse. Schließlich gab es den Lichtbildvortrag, der das vergangene Jahr in Grimmelshofen illustrierte.

 

Ehrung für Lukas Müller

Lukas Müller wurde für seine 25-jährige Zugehörigkeit beim Gemischten Chor Grimmelshofen mit zwei Urkunden geehrt.
Seit 25 Jahren singt Lukas Müller im Bassregister beim Gemischten Chor Grimmelshofen. Für sein Engagement wurde er in der Hauptversammlung für geehrt. Pfarrer Olaf Winter überreichte ihm die Urkunde des Diözesan Cäcilienverbandes. Die neue Vorsitzende des Chores, Jutta Duttlinger, überbrachte die Urkunde des badischen Chorverbandes Hochrhein und ein Geschenk.